Umwelt-BiZ

Gemeinsam mit Mittweida for Future erklärten wir am 10. 10. 2019 für unsere Kulturoase den

! KLIMA-NOTSTAND !

Mit diesem deutlichen Signal möchten wir alle umliegenden Gemeinden aufrufen, ebenfalls diese freiwillige Selbstverpflichtung zu bewusst klimaschützenden Handlungen anzunehmen und den Klimanotstand auszurufen. Bisher haben dies viele Städte weltweit und auch in Deutschland getan, in Sachsen leider noch keine. Es geht weiterhin in der Dringlichkeit der Klimakrise nicht mehr um gesellschaftsspaltende Schuldfragen vor dem brennenden Haus. Jetzt zählt das Löschen als aktive Tat durch jeden einzelnen! Deswegen zeigen wir auf dieser Seite unsere bisherigen Aktionen und Veränderungen im Alltag. Fühle auch du dich dadurch inspiriert: Retten wir gemeinsam die Welt unserer Kinder! (Presse)

Nächste Veranstaltung:

Mai
16
Sa
“Nachhaltigkeit in Garten- und Alltag”
Mai 16 um 15:00 – 17:00
"Nachhaltigkeit in Garten- und Alltag"
“Nachhaltigkeit in Garten- und Alltag” Jens Ossada führt als Betreiber des “Refugium Ehrenberg” durch den interessanten KunstGarten und erläutert an zahlreichen Beispielen einen nachhaltigen Kompromiss aus Permakultur, Ziergarten, Upcycling von Baustoffen, Insektenschutz … in der Gartengestaltung. Hinzu kommen noch viele Aspekte zur erneuerbaren Energie, dem bewussten Konsum und der gesunden Lebensweise. Eine Veranstaltung der Volkshochschule Mittelsachsen. Der Eintritt ist frei. Infos zu unseren Umweltaktivitäten findet ihr hier >>>  

Unser Name ist unser Motto:

Refugium Ehrenberg – Zufluchtsort und Kleinod für Natur, Mensch, Kunst

Wir wollen Umweltvorbild sein und zum Nachahmen anregen. Bei Führungen, Gesprächen und Workshops erfährst du mehr über z.B. ökologischen Gartenbau, erneuerbare Energie, Müllvermeidung und Recycling. Als UmweltBildungs-Zentrum” für Kinder und Erwachsene arbeiten wir selbst daran, im Alltags-Kompromiss immer nachhaltiger zu werden.

Neue Wege gehen, heißt auch Fehler nicht zu wiederholen! Hier unsere kleinen Schritte als Ideengeber:

KunstGarten:

  • kein Einsatz von künstlichen Düngern oder Bioziden
  • NaschGarten mit viel Obst, Gemüse, Beeren und Kräutern
  • zahlreiche Bäume und Sträucher in Perma-/Mischkultur gepflanzt
  • große Blühwiese für den Insektenschutz, bienenfreundliche Pflanzen …
  • Nabu-Vogelschutzprojekt, Refugium für zahlreiche Tiere …
  • Streuobstwiese mit hoher Sortenvielfalt und sehr alten, kultivierten Bäumen
  • ca. 70 m Totholzhecken und Kompostwall = Kein Verbrennen von Gartenabfällen!
  • vollständige Kompostierung – keine Biotonne
  • Flächenkompostierung/Mulchen = Humusbildung und damit Dürreschutz
  • minimaler Einsatz von Rasenmäher und Trimmer (mit abbaubarem Mähfaden)
  • Regenwasser wird komplett aufgefangen, 3 Rückhaltebecken als Feuchtbiotope
  • Recyclingmaterial in der Gartengestaltung min. 80% (Steine, Ziegel, Schiefer, Metall …)
  • Naturfaserstrick, Draht … statt Plastikfasern …
  • Holz nicht lackieren oder mit Bioziden behandeln, gleich unbehandelte Lärche, Eiche …

Energie und Hausbau:

  • 100 % erneuerbare Energie größtenteils selbst erzeugt + CO²-neutral
    Strom = 100 % aus
    Photovoltaik-Off-Grid-System³ + Windkraftanlage,
    Heizung = 
    Solarthermie, PV-ÜberschussHZ*, PV-ZusatzHZ* (*selbst entwickelt),  ca. 90 d/a Holz-HZ
  • niedrige Energiebillanz durch gute Dämmung, intelligente Installationen …
  • Recyclinganteil im Hausbau min. 30 % (Dämmung, Lehm, Putz, Ziegel …) + Verwendung von Baustoffresten in gutem Zustand min. 40 % (Holz, Fliesen, Fenster, Türen, Heizkörper, Stahl …) reduzierte den Anteil an neuen, extra hergestellten Baustoffen auf max. 30 % (Beton, Putz, Farben, Dacheindeckung, Holz …)
  • Schadstoffreduktion: Lehmbau, Kalk-Farben & Putze, heimisches Holz

Konsum / Abfall:

  • sehr viel Mehrwegbehälter und hohe Differenzierung bei Abfalltrennung ergibt max. 3 Restmülltonnen/a (Kompost, Papier, Gelbe Tonne, Glas, Aluminium, Metall-Schrott, Elektrogeräte, Dämm-Material, recyclebarer Baustoff, Feuerholz, Asche, Altakkus, Leuchtmittel, Altkleider/-schuhe … dann erst Restmüll)
  • keine Kosmetika/Reinigungsmittel mit Mikroplastik, Hormonen, Weichspülern, Bleichmitteln …
  • ökologische Reinigungsmittel (Kastanien, Soda, Essig, Zitronensäure …)
  • Verpackungen für Shop zu 100 % wiederverwendet (außer Klebeband)
  • papierarmes Büro, wiederauffüllbare Marker, Wiederverwendung Ordner …
  • Plastikvermeidung, z. B. Besen/Bürsten mit Naturhaar, Kokosfaser-Fußmatten …
  • neue Kleidung, wenn möglich aus Naturfasern, kompostierbare Putzlappen …
  • kein Silverster-Feuerwerk mit Plastikpartikeln
  • hoher Anteil von Second-Hand: -Kleider, -Möbel, -Haushaltstechnik …
  • Tauschring gebrauchter Dinge, viele Reparaturen = lange Nutzung = kleiner Fußabdruck …
  • verantwortungsvoller Umgang mit Geld: keine Kredite …
  • ethischer Konsum: kein Amazon, Zalando … – möglichst Handel vor Ort

Essen:

  • wenn möglich, min. 1 Güte je Produkt: Bio oder höher, Fairtrade, saisonal, regional …
  • selbstgestecktes Limit: max. 500gr Tier (Fleisch, Wurst, Fisch) pro Woche
  • essbare Wildpflanzen einbeziehen: Giersch, Brennnessel, Löwenzahn …
  • Plastikreduktion: Wasserkocher, -flaschen … aus Glas, Papiertüten, Stoffbeutel, Holzkochzeug …

Mobilität:

  • alter Diesel-PkW, altes Moped – heißt im Fußabdruck nachhaltiger, weil lange Laufzeit!
  • bewusster Verzicht auf 2. Auto – viel Fahrrad, Moped, Bus und Planung …
  • keine Flugreisen oder Kreuzfahrten

Medien und Daten:

  • Linux-Systeme, Open-Source Programme, anonymisierenden Browser …
  • keine “Smart”-Geräte, Sprachassistenten, …
  • Suchmaschine: Ecosia statt Google², kein privates Facebook o.ä. …
  • Minimum an Elektro-Smog: kein Handy, kein W-LAN
  • kein Fernseher = keine Werbung  = keine …
  • Müllvermeidung/Ressourcenschonung: Abmelden bei kostenlosen Werbebriefen, Katalogen …

² (Dieser Hinweis könnte Werbung sein.) ³ (Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.)

Mitwelt-Tipp!

Verwende bitte keine billigen Gewebeplanen! Diese beliebten Baumarktartikel halten unter Einwirkung von UV-Strahlung und Wind nur wenige Monate und lösen sich in feinste Bestandteile auf, welche sich weit verteilen. Meist in olivgrün fallen die Rester nicht so schnell auf und zerfallen schnell immer kleiner. Du schadest damit deinem Geldbeutel, deine Nachbarn und deine Mitwelt, denn Vögel bauen mit den Fäden Nester, Tiere essen sie mit dem Gras und das Mikroplastik gelangt auch in unsere Nahrung. In diesem Fall gewinnt nur der gewissenlose Hersteller! (Es gibt für dich sparsame Alternativen, wie z.B. PVC-Planen (LKW), die zwar teurer sind, aber viele Jahre in Wind und Sonne halten.)

Unsere Umweltaktionen:

Mitmachen!

Beteilige dich an unserem herrlichen Garten: Mithelfen = Miternten! Verschiedenste Früchte aus rein natürlichem Anbau warten als Belohnung. Die Idylle hier im Grünen und wertvolle Tipps gibt es obendrein noch dazu.