Konzeptarbeiten

zum Thema „Mensch und Gesellschaft“, welchem je nach Konzept eine Vielzahl von Medien zur Darstellung dienen, z.B. Plastiken, Materialbilder, Installationen, Fotos und Texte. Die Konzeptarbeiten sind hier als Bücher erhältlich. >>>


Cocoon (ab 2018 …)

Wenn ein Gefühl Form wird, bleibt Freiraum zur Interpretation. „Diese Zeit“ brachte diese sonderbaren Wesen hervor. Warum wohl? Eine Arbeit am harmonischen Rückzug? Runde, farbenfroh strahlende Lebensfreude? Verschlossene Geheimnisse? Schutzhülle vor dem Außen und im Inneren ganzheitlicher Wandel, Metharmorphose … Eine Reise ins Ungewisse, eben wie unsere Zeit!

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Alles hat kein Ende (2017-2020)

Diese Werkgruppe hat die analytische Betrachtung gesellschaftlicher Vorgänge mit einigem Humor, teils auch schwarzem, aber vor allem die Demokratieförderung bzw. Stärkung eines humanistischen und demütigen Weltbildes zum Ziel. Der gewohnte philosophische Überbau weicht hier einem „intuitivem Themenfluss“ von Objekt zu Objekt. Diese sind von daher vielfältige Materialbilder, Papierarbeiten im thematischen Konstruktivismus, Wort-Installationen im öffentlichen Raum, Fotos sowie Lyriktexte. Erstmals gelingt ossada in den neuesten Arbeiten auch die Synthese mehrere seiner Stilmittel. Die künstlerische Reflexion der Corona-Pandemie (im Rahmen eines Arbeitsstipendiums der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen) floß ebenfalls in das Buch als eigenes Kapitel ein.

[„… Ossadas Werke machen auf brüskierende Art aufmerksam. Manche beschämen. Einiges verführt zum Lächeln, anderes  – zu nichts. Den Mit-Denkenden zeigt sich der Künstler als diskursbereites Zielobjekt. Auf welcher Seite er steht? Gefühlt – auf keiner. Ossada steht für sich. Und wer etwas anderes wahrnimmt, hat unter Umständen auch recht.“] Steffi Robak 2020

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MOLOCH (2016-2017)

[„Das ist wirklich ein gewaltiges, beeindruckendes und mutiges Denk-Werk. Kritik, nicht um der Kritik willen; sondern spürbar von dem Willen getragen, den Finger auf die brennenden Wunden zu legen. Und das von ossada beschriebene Bewusst-Sein, Eins – und damit Teil – zu sein, das Freundlichkeit in großen Maßstab induzieren könnte – erscheint mir der einzig gangbare Ausweg.“ …] Dr. phil. Sylvia Eggert (Leisniger Schriftstellerin)

Eine vielseitige und umfassende Analyse unserer „(ver-)brennenden“ Zeit mittels Texten, Gedichten und Materialbildern. Sie dekliniert im Buch den MOLOCH-Symbolismus durch ein lineares Weltbild und dessen Auswirkungen auf 15 Lebensbereiche.

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HOMO clausus (2010-2016)

[„… Vor dem Hintergrund dieses von Norbert Elias geprägten Begriffs „HOMO clausus“ (der eingeschlossene, verborgene Mensch) beschäftigt sich ossada mit verinnerlichtem Fremdzwang, der zum Selbstzwang geworden ist, und den Menschen hindert, seine spontanen Affekte auszuleben. In seiner Konzeptbeschreibung erklärt ossada, es handle sich in dieser Arbeit um „eine Suche nach grundlegenden gesellschaftlichen Mechanismen, die durch den verinnerlichten Selbstzwang zur Selbstverständlichkeit und somit zu allmächtigen, unabänderlichen Zwangsmomenten im Rattern der Welt geworden sind.“ Die von ossada angewandte Methode des Ordnens verlangt zugleich nach Reduktion. Beobachtetes wird auf Kategorien zurückgeführt. Greifbar und darstellbar wird diese Arbeitsweise, die Art, in der ossada sein Denkmodell entwickelt, in seinem Umgang mit Wort und Text. …“] Hanne Tautorus

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Zwischenraum (2008-2010)

[„… Es handelt sich um die dritte große Konzeptarbeit auf der Basis einer radikalen Zeitanalyse. Grundlage der ersten war die Frage, wie Gesellschaft funktioniert, mit der zweiten näherte sich der Künstler den Wesenszügen des Menschen und nun definiert er die Zwischenräume, zwischen Freiheit und Prägung, in denen wir uns bewegen. Die Objekte sind minimalistisch angelegt mit Kontrapunktionen, mit dynamischen Bezügen untereinander und faszinierenden Durch- und Anblicken, mit einem großen Assoziationspotential, was durch die strukturierte Oberflächenmaterialität noch verstärkt wird. Man denkt an gesellschaftliche Auswüchse, menschliche Unterlassungen, Ab- und Ausgrenzung, denkt an Träume und Sehnsüchte, an Tag und Nacht, an Mann und Frau, an Leben und Tod. Hier in der Arbeit verschmelzen das ICH und das DU zu einem kraftvollen WIR. Eine Utopie? Es liegt ganz in Ihrer Hand! …“] Karin Weber (Kunstwissenschaftlerin, Galerie Mitte Dresden)

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Das Wesen Mensch (2006-2008)

[„Das Wesen Mensch — wer denkt da nicht an die Kreatur, die Schöpfung Gottes. Oder, um ein anderen Glaubenssatz zu benennen, an die „bio-psycho-soziale Einheit Mensch“. Den Maler und Skulpturenbauer ossada beschäftigt die Frage, worin das Wesen des Menschen besteht, ohne sich davon abschrecken zu lassen, dass es auf diese Frage keine endgültige Antwort geben kann. Ihm kommt es auf die Suche an, nicht auf das Finden.

Ossada fertigt Konzeptkunst. Das ideologische Vakuum, in das der Osten Deutschlands 1989 stürzte, füllt ossada als Suchender mit Gegen-Sätzen aus: Er ist mutig genug, seine persönlichen Standpunkte an die Stelle realsozialistischer und postmodern-spätkapitalistischer Dogmen zu setzen. Er befindet sich in der gegenwärtigen Zeit, indem er ihre Abfälle als Material verwendet, und er ist gegen sie, indem er sie nicht blind und widerspruchslos anerkennt.

Dass ossada damit seiner Kunst eine gewisse Plakativität verleiht, stößt zur Auseinandersetzung an: Auch ossada will mit seinen Werthaltungen wieder überwunden werden. Besonders gelungen sind die Materialarbeiten, bei denen das vordergründig Ideologische hinter den Ready-made-Charakter vorgefundener Alltagsgegenstände wie Handschuh oder Jacke zurücktritt. Hier kann der Betrachter anknüpfen, findet scheinbar Vertrautes und ist überrascht vom ungewohnten Zusammenhang, in den es gestellt ist. So erinnert die Komposition der ausgestopften Kleider in „Nur die anderen“ auf gespenstische Weise an Giftgastote im ersten Weltkrieg oder die Kleiderkammer der getöteten Juden in Auschwitz. …“] von Viktor Kalinke (Edition Erata Leipzig)

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Der Mensch und sein System (2003-2005)

[„Die Werke von ossada synthetisieren Konstruktivistisches mit auflodernden Emotionen, die sich jedoch nicht zu einer zerstörerischen Rebellion überreden lassen, sondern der Gestaltung den Vorrang geben. So haben die weitgefächerten Systemkritiken selbst wieder System und sind nach analytischer Zerlegung in legosteinhafte Einzelteile wieder Grundbestandteil eines positivistischen Weltbilds. Dabei geht ossada den bewussten Weg durchs Material, in einer Zeit erzwungener und gespielter Transzendenz durchaus keine Selbstverständlichkeit. So spricht das Material ebenso wie die eigenständig dazu stehenden Texte „vom Umbau des Wesentlichen“ und baut dabei das Wesentliche wesentlich um.“ …] Michael Goller (Chemnitzer Maler)

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Vorher entstanden als Studienphase die Werkgruppen „Maschenbieger“ >>>

sowie „Ich und die Stadt“ >>>


Immer wieder entstehen spontane gestische Grafiken und Collagen zusammengefasst als „Kompositionen“ >>>